{"id":15763,"date":"2018-12-08T10:10:55","date_gmt":"2018-12-08T09:10:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=15763"},"modified":"2018-12-10T15:51:37","modified_gmt":"2018-12-10T14:51:37","slug":"inventur-der-landwirtschaftlichen-boeden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=15763","title":{"rendered":"Inventur der landwirtschaftlichen B\u00f6den"},"content":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal hat das Bundeslandwirtschaftsministerium deutschlandweit und repr\u00e4sentativ eine Inventur der landwirtschaftlichen B\u00f6den durchgef\u00fchrt. Die \u00dcbergabe des Abschlussberichtes an die Bundesministerin erfolgte am Weltbodentag durch den Di-rektor des Th\u00fcnen Instituts f\u00fcr Agrarklimaschutz, Prof. Dr. Heinz Flessa.<\/p>\n<figure id=\"attachment_15764\" aria-describedby=\"caption-attachment-15764\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/BLM_Kl\u00f6ckner_ProfHeinzFlessa.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-15764\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/BLM_Kl\u00f6ckner_ProfHeinzFlessa.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/BLM_Kl\u00f6ckner_ProfHeinzFlessa.jpg 750w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/BLM_Kl\u00f6ckner_ProfHeinzFlessa-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-15764\" class=\"wp-caption-text\">Bundesministerin Kl\u00f6ckner bei der Pressekonferenz zur \u00dcbergabe des Abschlussberichtes der Bodenzustandserhebung mit dem Direktor des Th\u00fcnen Instituts f\u00fcr Agrarklimaschutz Prof. Dr. Heinz Flessa<br \/>Quelle BMEL\/Thomas Trutschel\/photothek.net<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wo Deutschland bei der landwirtschaftlichen Landnutzung steht, hat das BMEL eine deutschlandweite Inventur der organischen Kohlenstoffvorr\u00e4te in landwirtschaftlich genutzten B\u00f6den veranlasst. In diesem Zusammenhang steht die Erarbeitung einer Gr\u00fcnland- und einer Ackerbaustrategie im BMEL. Deshalb hat das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft das Th\u00fcnen-Institut mit der \u201eBodenzustandserhebung Landwirtschaft\u201c beauftragt, um auch den Zusammenhang von Boden und Klima genauer zu untersuchen. In enger Zusammenarbeit mit \u00fcber 3.100 Landwirten wurden in sechs Jahren, zwischen 2012 und 2018, mehr als 120.000 Bodenproben genommen und analysiert. Letzte Beprobungen erfolgten noch bis Herbst 2018. Gemessen wurden Sauerstoffversorgung, Humusbildung und organische Kohlenstoffvorr\u00e4te. Mit interessanten Ergebnissen: Weltweit ist im Boden viermal mehr Kohlendioxid gespeichert als in der oberirdischen Vegetation und zweimal mehr Koh-lendioxid als in der Luft. Die B\u00f6den sind weltweit nach den Ozeanen der zweitgr\u00f6\u00dfte Kohlenstoffspeicher der Erde.<\/p>\n<p>Bundesagrarministerin Julia Kl\u00f6ckner: \u201eDie Bodenzustandserhebung hilft uns, den Boden besser zu verstehen. Die Bodenzustandserhebung ist eine Premiere: Daten und Fakten zeigen, wie bedeutend der Agrarboden f\u00fcr den Klimaschutz und f\u00fcr die Klimaanpassung ist \u2013 ein Potenzial, das h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt wird. Im Gegensatz zu allen anderen Wirtschaftssektoren k\u00f6nnen Landnutzung und Forstwirtschaft Kohlenstoff speichern und damit als nat\u00fcrliche Treibhausgassenke fungieren. Das Ergebnis des Berichtes ist sehr eindrucksvoll, denn es belegt, dass insgesamt \u00fcber zwei Milliarden Tonnen Kohlenstoff in den landwirtschaftlichen B\u00f6den Deutschlands gespeichert sind. Diese besondere Rolle der Land- und Forstwirtschaft gilt es, st\u00e4rker zu nutzen und zu f\u00f6rdern. Land- und Forstwirtschaft nutzen den Boden, sch\u00fctzen ihn aber auch. Mit ge-zieltem Aufbau von Humus und Bodenleben l\u00e4sst sich die Bodenfruchtbarkeit steigern und gleichzeitig Kohlenstoff einlagern \u2013 Kohlenstoff aus dem Kohlendioxid der Luft, der \u00fcber die Photosynthese der Pflanzen in den Pflanzen und im Boden gespeichert wird. Bemerkenswert: Die Wald- und Agrar\u00f6kosysteme speichern zusammen so viel organischen Kohlenstoff wie Deutschland bei dem derzeitigen Emissionsniveau in 23 Jahren als CO2 emittiert. Die Zahlen verdeutlichen die Verantwortung, diese Vorr\u00e4te an organischem Kohlenstoff durch eine nachhaltige Nutzung zu sichern und, wo m\u00f6glich, zu mehren. Der Ackerboden ist zudem ein empfindlicher Organismus: Unter einer Fl\u00e4che von einem Hektar leben 15 Tonnen Bodenlebewesen.\u00a0Wir k\u00f6nnen uns gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass Deutschland eine der fruchtbarsten Agrarregionen weltweit ist. Dabei sollte uns bewusst sein, dass der Boden eine nicht erneuer-bare Ressource ist. Um die hohe Fruchtbarkeit unserer B\u00f6den in Deutschland zu erhalten, m\u00fcssen wir sie nachhaltig bewirtschaften. Sie sichern unsere Ern\u00e4hrung. Gesunde und fruchtbare B\u00f6den k\u00f6nnen auch dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten. Deshalb setzt sich mein Ministerium bei der jetzt stattfindenden UN-Klimakonferenz in Polen daf\u00fcr ein, dass der globale Bodenschutz einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert bekommt und wegweisende Ans\u00e4tze mit Mitteln aus der internationalen Klimafinanzierung auf den Weg gebracht werden.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDeutschland hat sich durch die Ratifizierung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen dazu verpflichtet, das durch Menschen verursachte Quellen und Senken von Treibhausgasen und die Vorr\u00e4te an Kohlenstoff in B\u00f6den und Biomasse zu berichten. Ein aktueller und einheitlicher Datensatz, der den Kohlenstoffgehalt der B\u00f6den f\u00fcr das gesamte Bundesgebiet misst, fehlte bislang. Mit der Bodenzustandserhebung Land-wirtschaft wird erstmalig eine deutschlandweite, konsistente und repr\u00e4sentative Inventur der Kohlenstoffvorr\u00e4te in den obersten 100 cm landwirtschaftlich genutzter B\u00f6den\u00a0durchgef\u00fchrt. Die B\u00f6den sind weltweit nach den Ozeanen der zweitgr\u00f6\u00dfte Kohlenstoff-speicher der Erde. Die Bodenzustandserhebung wird in Zukunft alle zehn Jahre statt-finden, um m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen der Kohlenstoffvorr\u00e4te und Bodeneigenschaften zu erfassen. Sie wird damit zu einer wichtigen Grundlage f\u00fcr die weitere Bodenschutz- und Klimapolitik.<\/p>\n<p>Link zu ausgew\u00e4hlten Ergebnisse der Bodenzustandserhebung: <a href=\"http:\/\/www.bmel.de\/Bodenzustandserhebung\">www.bmel.de\/Bodenzustandserhebung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum ersten Mal hat das Bundeslandwirtschaftsministerium deutschlandweit und repr\u00e4sentativ eine Inventur der landwirtschaftlichen B\u00f6den durchgef\u00fchrt. 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