{"id":14997,"date":"2018-08-24T10:10:06","date_gmt":"2018-08-24T08:10:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=14997"},"modified":"2018-08-22T14:14:43","modified_gmt":"2018-08-22T12:14:43","slug":"nabu-duerre-nothilfen-notwendig-aber-umbau-der-landwirtschaft-muss-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=14997","title":{"rendered":"NABU: D\u00fcrre-Nothilfen notwendig \u2013 aber Umbau der Landwirtschaft muss folgen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 Mit Blick auf die heute bewilligten staatlichen D\u00fcrre-Nothilfen fordert der NABU einen grundlegenden Umbau der Landwirtschaft. Gezielte Nothilfen seien angesichts des Ausma\u00dfes der diesj\u00e4hrigen Ernte-Ausf\u00e4lle notwendig, l\u00f6sen jedoch das grundlegende Problem nicht. \u201eDie deutsche Landwirtschaft ist nicht genug vorbereitet auf die Folgen der Klimakrise. Dieses Jahr zeigt wie verwundbar unsere Felder sind f\u00fcr D\u00fcrren, aber auch Hochwasser. Und Extremwetter-Ereignisse wie diese werden in Zukunft wohl weiter zunehmen\u201c, sagte NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke.<\/p>\n<p>Der NABU forderte daher Bundeslandwirtschaftsministerin Kl\u00f6ckner und Bundesfinanzminister Scholz auf, jetzt Vorsorge zu treffen f\u00fcr eine zunehmend hei\u00dfere Zukunft. Nur so k\u00f6nnte vermieden werden, dass Ernte-Einbu\u00dfen k\u00fcnftig erneut aus Steuergeldern ausgeglichen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eEs w\u00e4re fatal, jetzt Hunderte Millionen mit der Gie\u00dfkanne \u00fcber die Felder zu verteilen. Der Effekt w\u00e4re schon nach wenigen Monaten verpufft \u2013 und wer sagt, dass wir n\u00e4chstes Jahr nicht wieder vor demselben Problem stehen? Die Bundesregierung muss jetzt die Wurzel des Problems anpacken: Die Landwirtschaft muss vorbereitet werden auf den Klimawandel. Sie muss widerstandsf\u00e4higer werden \u2013 und das hei\u00dft naturvertr\u00e4glicher und nachhaltiger\u201c, so Tschimpke.<\/p>\n<p>Dieser Sommer habe gezeigt, dass das aktuelle F\u00f6rderprinzip einer immer intensiveren und hoch-spezialisierten Landwirtschaft hohes Risiko berge. F\u00fcr Landwirte steigt durch den Anbau weniger Sorten die Gefahr, Komplett-Ausf\u00e4lle verkraften zu m\u00fcssen. F\u00fcr Bund und Steuerzahler w\u00e4chst das Risiko, Milliarden-Hilfen bereitstellen zu m\u00fcssen. Der NABU fordert daher, beispielsweise eine bodenschonendere Landwirtschaft st\u00e4rker zu f\u00f6rdern und auch den Anbau vielf\u00e4ltigerer Sorten.<\/p>\n<p>Kurzfristig k\u00f6nne die Bundesregierung schon jetzt rund eine halbe Milliarde Euro mehr f\u00fcr den Natur- und Klimaschutz in der Landwirtschaft bereitstellen. Dazu m\u00fcsse sie von den rund 4,5 Milliarden Euro an pauschalen Agrar-Direktzahlungen, die j\u00e4hrlich nach Deutschland flie\u00dfen, 15 Prozent in die F\u00f6rderung einer natur- und umweltfreundlicheren Bewirtschaftung umschichten. Bislang nutzt Deutschland diesen EU-weit m\u00f6glichen Rahmen lediglich zu 4,5 Prozent aus. Damit stehen den Landwirten nur rund 250 Millionen statt 750 m\u00f6glichen zus\u00e4tzlich f\u00fcr den Klima- und Naturschutz zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Zudem m\u00fcsse sich Bundeslandwirtschaftsministerin Kl\u00f6ckner in den laufenden Verhandlungen zur k\u00fcnftigen EU-Agrarpolitik f\u00fcr eine natur- und klimavertr\u00e4glichere Landwirtschaft einsetzen. Derzeit werden die rund 60 Milliarden an Agrar-Subventionen zum Gro\u00dfteil nach Fl\u00e4chenbesitz verteilt \u2013 egal wie klimafreundlich oder intensiv auf den Fl\u00e4chen gearbeitet wird. Der NABU fordert daher, Landwirte in der n\u00e4chsten F\u00f6rderperiode ab 2021 finanziell st\u00e4rker daf\u00fcr zu belohnen, wenn sie natur- und klimavertr\u00e4glich wirtschaften. \u201eDas enorme EU-Agrarbudget gibt diesen Kurswechsel her, bislang fehlt aber der politische Wille zu einer grundlegenden \u00c4nderung. Sp\u00e4testens dieser Sommer sollte allen Verantwortlichen die Augen \u00f6ffnen\u201c, so der NABU-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Weitere Informationen: www.NeueAgrarpolitik.eu<\/p>\n<figure id=\"attachment_14998\" aria-describedby=\"caption-attachment-14998\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU_Pressebild_Ernte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14998\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU_Pressebild_Ernte.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU_Pressebild_Ernte.jpg 750w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU_Pressebild_Ernte-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14998\" class=\"wp-caption-text\">HIPP-\u00d6kolandbaubetrieb in Polen<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 Mit Blick auf die heute bewilligten staatlichen D\u00fcrre-Nothilfen fordert der NABU einen grundlegenden Umbau der Landwirtschaft. 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