{"id":14931,"date":"2018-08-18T10:10:38","date_gmt":"2018-08-18T08:10:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=14931"},"modified":"2018-08-13T12:15:15","modified_gmt":"2018-08-13T10:15:15","slug":"nabu-erfreut-sich-breiter-unterstuetzung-weitere-zuwachs-an-mitgliedern-und-foerderern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=14931","title":{"rendered":"NABU erfreut sich breiter Unterst\u00fctzung &#8211; Weitere Zuwachs an Mitgliedern und F\u00f6rderern"},"content":{"rendered":"<p>Der NABU freut sich \u00fcber breite Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung. Die Zahl der Mitglieder und F\u00f6rderer vergr\u00f6\u00dferte sich um 40.000 auf mehr als 660.000 Menschen. Damit bleibt der NABU Deutschlands mitgliederst\u00e4rkster Umweltverband. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen stiegen im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr um rund 1,9 Millionen auf 22 Millionen Euro (Vorjahr: 20,1 Millionen). Bei Spenden verzeichnete der NABU einen Zuwachs um rund eine Million Euro auf insgesamt 6,4 Millionen. Die Gesamtertr\u00e4ge blieben 2017 mit rund 44,5 Millionen Euro stabil. Bundesweit setzen sich in 2.000 Orts- und Kreisgruppen insgesamt 40.000 NABU-Mitglieder aktiv f\u00fcr die Natur ein.<\/p>\n<p>\u201eDieser gro\u00dfe Zuspruch st\u00e4rkt uns den R\u00fccken und spornt uns an, unsere Projekte zum Schutz von \u00d6kosystemen mit aller Kraft voranzutreiben. Ich bedanke mich herzlich bei unseren Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzern. Stolz auf unseren Verband macht mich das unerm\u00fcdliche ehrenamtliche Engagement unserer vielen tausend NABU-Aktiven im Land \u2013 sie sind unsere Naturschutzmacherinnen und Naturschutzmacher\u201c, sagte NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke anl\u00e4sslich der Vorstellung des NABU-Jahresberichts 2017 in Berlin.<\/p>\n<p>Um die Erd\u00fcberhitzung zu stoppen und auf die Folgen der Klimakrise zu reagieren fordert der NABU eine z\u00fcgige Neuausrichtung in der Agrar-, Klima- und Naturschutzpolitik. \u201eDieser Sommer l\u00e4sst ahnen, wie sich das Klima ver\u00e4ndert. Auch wenn die Komplexit\u00e4t des Klimasystems keine punktgenaue Vorhersagen zul\u00e4sst, eines ist sicher: Die Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen wird zunehmen. Sommer wie dieser werden in Zukunft wahrscheinlicher und damit D\u00fcrren, Hochwasser und Starkregen\u201c, so Tschimpke.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist der NABU gegen\u00fcber der Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach Nothilfen f\u00fcr Ernteausf\u00e4lle skeptisch. \u201eEs ist falsch, immer nur die Symptome einer fehlgeleiteten Landwirtschaft zu lindern, wenn es m\u00f6glich ist, die Ursache zu bek\u00e4mpfen\u201c, so der NABU-Pr\u00e4sident. Die Intensiv-Landwirtschaft mit ausger\u00e4umten B\u00f6den und hochspezialisierten Pflanzen sei zu anf\u00e4llig und belaste die Umwelt massiv. \u201eHilfszahlungen an Landwirte m\u00fcssen an Bedingungen gekn\u00fcpft werden, die einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen bringen. Landwirte m\u00fcssten sich beispielswese verpflichten, vielf\u00e4ltigere Fruchtarten anzubauen, mehr Naturschutzfl\u00e4chen in der Agrarlandschaft zu schaffen, die Tierbest\u00e4nde deutlich zu reduzieren, den Anteil von 20 Prozent Bio-Anbau schnell zu erreichen und klimasch\u00e4dliche Emissionen aus der Landwirtschaft, wie Lachgas, zu verringern\u201c, so Tschimpke. Die k\u00fcnftige Gemeinsame Agrarpolitik muss mindestens 15 Milliarden Euro von ihrem rund 60 Milliarden Euro schweren Budget so umschichten, dass attraktive Anreize geschaffen werden, im Einklang mit der Natur zu produzieren.<\/p>\n<p>Ein Umbau der Agrarpolitik sei auch notwendig, um das Insektensterben zu stoppen. \u201eDer Insektenr\u00fcckgang ist kein kleines Problem, das die Politik mit ein paar netten und punktuellen Aktionen l\u00f6sen kann. Insekten haben eine enorme Bedeutung f\u00fcr \u00d6kosysteme, ob als Best\u00e4uber oder als Teil der Nahrungskette f\u00fcr andere Tiere\u201c, so der NABU-Pr\u00e4sident. Der NABU begr\u00fc\u00dft, dass die Bundesregierung ein Programm zum Insektenschutz angek\u00fcndigt hat. Neben einem Pestizid-Reduktionsprogramm und mehr Vielfalt im Anbau von Nutzpflanzen m\u00fcssten auch Programme zum Monitoring von Insekten langfristig etabliert und vor allem ausreichend und sicher finanziert werden. Bereits bekannte Studien in Deutschland zeigen einen R\u00fcckgang der Biomasse von Fluginsekten um 75 Prozent. Dass der Insektenschwund nicht nur ein lokales Ph\u00e4nomen ist, verdeutlichen auch aktuelle Untersuchungen aus den Niederlanden. Dort wurde in Schutzgebieten w\u00e4hrend der letzten drei Jahrzehnte ein Biomasse-R\u00fcckgang von Insekten um rund 61 Prozent festgestellt.<\/p>\n<p>Der Ausstieg aus der Kohle hilft nicht nur dem Klima, sondern auch der Natur. Aktuelle Ausnahmegenehmigungen f\u00fcr Kraftwerke, Fl\u00fcsse \u00fcber den erlaubten Grenzwert hinaus zu \u00fcberhitzen, w\u00fcrden \u00fcberfl\u00fcssig. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen Fl\u00fcsse wieder naturnah gestaltet werden. Deren guter \u00f6kologischer Zustand k\u00f6nne dazu beitragen, Folgen von D\u00fcrre oder Starkregen abzupuffern. Eine insgesamt verbesserte Lebensraumqualit\u00e4t sichere die Best\u00e4nde von Fischen und anderen Wasserorganismen. Auch wirken sich nat\u00fcrlichere Gew\u00e4sser positiv auf den Landschaftswasserhaushalt aus. Der NABU appelliert an die Bundesregierung, das Auenprogramm im Rahmen des Bundesprogramms \u201eBlaues Band\u201c ab 2019 z\u00fcgig umsetzen. Die Gelder m\u00fcssen im Bundeshaushalt langfristig zur Verf\u00fcgung stehen. Naturschutzma\u00dfnahmen kommen nicht nur tierischen Flussbewohnern zugute, die k\u00fcnftig bessere Brutbedingungen und R\u00fcckzugsr\u00e4ume finden, sondern es profitieren auch die Menschen, die an K\u00fcsten und Fl\u00fcssen leben. Auch ein naturnaher Waldumbau ist als Anpassungsstrategie bedeutend. Statt aber die nordamerikanische Douglasie oder die ebenfalls nicht heimische K\u00fcsten-Tanne anzubauen, m\u00fcssen mehr Laubw\u00e4lder entstehen, die die Feuchtigkeit besser halten als Fichten-Monokulturen und Tieren bessere Lebensr\u00e4ume bieten. Auch die Wiedervern\u00e4ssung von Mooren helfe der Natur.<\/p>\n<p>Kaum ein \u00d6kosystem macht die Abh\u00e4ngigkeit von Klima- und Naturschutz deutlicher als die Ozeane. \u201eWenn wir ihre Eigenschaft als Klimapuffer und die marine Biodiversit\u00e4t erhalten wollen, m\u00fcssen wir handeln. Ein Drittel der Weltmeere m\u00fcssen als Schutzgebiete ausgewiesen werden. Mindestens die H\u00e4lfte dieser Gebiete muss nutzungsfrei sein, auch bei uns vor der Haust\u00fcr\u201c, so Tschimpke.<\/p>\n<p>NABU-Jahresbericht zum Download: <a href=\"http:\/\/www.NABU.de\/jahresbericht\">www.NABU.de\/jahresbericht<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_14932\" aria-describedby=\"caption-attachment-14932\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU-PresseSdG-05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14932\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU-PresseSdG-05.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU-PresseSdG-05.jpg 750w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/NABU-PresseSdG-05-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14932\" class=\"wp-caption-text\">Stunde der Gartenv\u00f6gel &#8211; NABU<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der NABU freut sich \u00fcber breite Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung. 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