{"id":14321,"date":"2018-04-27T10:10:54","date_gmt":"2018-04-27T08:10:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=14321"},"modified":"2018-04-30T11:33:29","modified_gmt":"2018-04-30T09:33:29","slug":"14321","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=14321","title":{"rendered":"Slow Food &#8211; Zu viel Zucker macht krank und fett"},"content":{"rendered":"<p>Endlich kommt Bewegung in die Zuckerdebatte. Mit dem R\u00fcckenwind der britischen Strafsteuer muss endlich auch in Deutschland der Kampf gegen die s\u00fc\u00dfen Gesch\u00e4fte aufgenommen werden. Es geht um die Gesundheit von Millionen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14322\" aria-describedby=\"caption-attachment-14322\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/SF_Zucker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14322\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/SF_Zucker-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/SF_Zucker-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/SF_Zucker.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14322\" class=\"wp-caption-text\">Copyright: Slow Food Deutschland<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit der Einf\u00fchrung der Strafsteuer auf zuckerhaltige Getr\u00e4nke in Gro\u00dfbritannien kommt eine neue Dynamik in die Zuckerdebatte. Inzwischen haben auch einige deutsche Hersteller sowie Supermarktketten und Discounter angek\u00fcndigt, die Zuckergehalte in manchen Produkten zu senken. Sie tun dies nicht freiwillig, sondern vor allem aus Angst vor entsprechenden gesetzlichen und steuerlichen Regelungen auch in Deutschland. Die sind \u00fcberf\u00e4llig und dringend notwendig. Denn die Hauptursache f\u00fcr die Epidemie der Fettleibigkeit und des Diabetes-2 ist der riesige Zuckerkonsum und die dadurch ausgel\u00f6ste Entgleisung des Insulin-Stoffwechsels. In dem komplexen Krankheitsgeschehen, in dem auch andere Faktoren wie Stress, Schlafrhythmus, Snack-Verhalten oder genetische Dispositionen beteiligt sind, besetzt Zucker eine Schl\u00fcsselrolle. &#8222;Zuckerlobby und Ern\u00e4hrungsindustrie haben uns lange genug belogen, die wissenschaftlichen Studien belegen glasklar die verh\u00e4ngnisvolle Wirkung des hohen Zuckerkonsums&#8220;, sagt die Slow-Food-Vorsitzende Ursula Hudson.<\/p>\n<p><!--more-->Der Zuckerverbrauch hat dramatisch zugenommen. Weit mehr als der H\u00e4lfte aller Lebensmittel wird heute Zucker zugesetzt &#8211; teilweise in absurden Mengen. Ob Pizza, Fleischwurst, Cornflakes, Toastbrot, Ketchup oder Fruchtjoghurt: der s\u00fc\u00dfe Kick ist immer dabei. Denn Zucker ist billig, er erh\u00f6ht die Gewinnmargen und f\u00fchrt zu Suchtverhalten. Er ver\u00e4ndert den nat\u00fcrlichen Geschmack unserer Lebensmittel in die s\u00fc\u00dflich-kindische Richtung. Er ver\u00e4ndert aber auch unser Geschmacksempfinden und bindet die Konsumenten an die s\u00fc\u00dfen Produkte. Nat\u00fcrlich sind es vor allem die von der Ern\u00e4hrungsindustrie verarbeiteten, denaturierten Produkte und Getr\u00e4nke, die mit Zucker vollgepumpt sind. Wer nat\u00fcrliche Lebensmittel isst und sie selbst verarbeitet &#8211; also selbst kocht &#8211; hat kaum ein Zuckerproblem.<\/p>\n<p>100 Gramm Knusperm\u00fcsli enthalten heute bis zu 30 Gramm Zucker. Limonaden, Vitamins\u00e4fte und Cola-Getr\u00e4nke bestehen zu rund 10 Prozent aus Zucker. Die Verbraucher untersch\u00e4tzen den Zuckergehalt. Sie tappen in die Zuckerfalle und bezahlen mit Fettleibigkeit, Diabetes und anderen Krankheiten. Um sich dann auch noch als charakterschwach beschimpfen zu lassen, weil sie nicht abnehmen.<\/p>\n<p>Im auff\u00e4lligen Gleichschritt zum Zuckerboom ist die Zahl der Fettleibigen weltweit stark gestiegen. Als Zucker noch teuer war, waren die Reichen \u00fcbergewichtig. Heute sind es vor allem Schichten mit wenig Bildung und Einkommen, die billige Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt konsumieren. Noch immer werden ihnen wissenschaftlich l\u00e4ngst \u00fcberholte Fett-Vermeidungsstrategien und Kalorienz\u00e4hlen im Kampf gegen Adipositas empfohlen. Doch das eigentliche \u00dcbel hei\u00dft Zucker.<\/p>\n<p>Die Politik m\u00fcsse endlich handeln, fordert Slow Food, selbst die industriefreundliche Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung habe ges\u00fc\u00dfte Lebensmittel und Getr\u00e4nke als &#8222;nicht empfehlenswert&#8220; eingestuft. Allein der massive Einfluss der Zuckerlobby verhindere vern\u00fcnftige Gesetze und entsprechende Kennzeichnungen.<\/p>\n<p>Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 25 Gramm Zucker t\u00e4glich als H\u00f6chstgrenze ausgerufen &#8211; das sind sechs Teel\u00f6ffel. Der Deutsche verbraucht im Schnitt inzwischen aber 20 Teel\u00f6ffel. &#8222;Die neuen Minister haben per Amtseid geschworen, Schaden von ihrem Volk abzuwenden; die Bundesregierung ist deshalb verpflichtet, gegen die verzuckerte Ern\u00e4hrung und ihre verheerenden Folgen vorzugehen&#8220;, fordert Hudson. Die Instrumente daf\u00fcr seien wirksam und l\u00e4gen auf der Hand: Klare und auff\u00e4llige Kennzeichnung der Zuckergehalte, Besteuerung von Zucker und S\u00fc\u00dfstoffen, Verbot der an Kinder und Jugendliche gerichteten Werbung f\u00fcr stark zuckerhaltige Lebensmittel und eine ungeschminkte Aufkl\u00e4rung der Verbraucher.<\/p>\n<p>Wenn Zucker aber lediglich durch andere, teilweise noch aggressivere S\u00fc\u00dfstoffe ersetzt werde, sei nichts gewonnen. Dies seien Scheinl\u00f6sungen, weil auch k\u00fcnstliche S\u00fc\u00dfstoffe, die teils in der Massentierhaltung zur Gewichtszunahme eingesetzt w\u00fcrden, den Insulinspiegel nach oben katapultierten und somit die Entgleisung des Stoffwechsels antrieben. Auch mit freiwilligen Ma\u00dfnahmen der Industrie werde man die Epidemie nicht stoppen k\u00f6nnen. Hudson: &#8222;Von der Industrie kommen, wie die Vergangenheit gezeigt hat, stets vollmundige, aber leere Versprechen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.slowfood.de\">Direkter Link zu SlowFood Deutschland.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich kommt Bewegung in die Zuckerdebatte. 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