{"id":12938,"date":"2017-10-13T13:06:37","date_gmt":"2017-10-13T11:06:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=12938"},"modified":"2017-10-09T12:58:55","modified_gmt":"2017-10-09T10:58:55","slug":"der-klimawandel-geht-uns-alle-an-slow-food-vorstand-carlo-petrini-sprach-in-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=12938","title":{"rendered":"Der Klimawandel geht uns alle an &#8211; Slow Food-Vorstand Carlo Petrini sprach in China"},"content":{"rendered":"<p>Vom internationalen Slow-Food-Kongress in China ruft Slow Food sein internationales Netzwerk zum Engagement auf: &#8222;Wir m\u00fcssen das Lebensmittelsystem \u00e4ndern, um den Klimawandel abzumildern,&#8220; so Slow-Food-Gr\u00fcnder Carlo Petrini in China vor 400 Delegierten. Im Kontext von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sind Klimaver\u00e4nderungen ein l\u00e4ngst erkanntes, zentrales Problem. Deshalb stellt Slow Food das Thema ins Zentrum seiner Arbeit und wird sich im Zuge der Kampagne &#8222;Menu for Change &#8211; mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel&#8220; \u00fcber einen Zeitraum von drei Monaten hinweg verst\u00e4rkt mit dem Thema Klimawandel und Ern\u00e4hrung auseinandersetzen.<\/p>\n<p>&#8222;Es geht uns alle an: Der Klimawandel ist eine Krise, die eine gemeinsame Anstrengung der Menschen erfordert &#8211; jede unserer Entscheidungen ist wichtig, denn der Motor des Wandels ist die Summe unserer individuellen Handlungen,&#8220; betont Carlo Petrini in China vor 400 Delegierten in Vertretung des internationalen Slow-Food-Netzwerkes und Terra Madre aus 90 L\u00e4ndern. &#8222;F\u00fcr Slow Food ist es quasi Pflicht, sich mit dem Klimawandel zu besch\u00e4ftigen: Es gibt keine Lebensmittelqualit\u00e4t und kein gutes Essen ohne den Schutz der Umwelt, der Ressourcen und der Arbeit,&#8220; so Petrini.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/SlowFood_MenuChange.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12939\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/SlowFood_MenuChange-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/SlowFood_MenuChange-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/SlowFood_MenuChange.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more-->In der ganzen Welt startet Slow Food heute Menu for Change &#8211; mit Genuss und Verantwortung gegen den Klimawandel, die erste internationale Kommunikations- und Spendenkampagne der Bewegung, die Klimawandel und Ern\u00e4hrung in Beziehung zueinander setzt. Die landwirtschaftlichen Emissionen aus der Pflanzen- und Tierproduktion geh\u00f6ren zu den Hauptquellen der Treibhausgasemissionen wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O): Alleine der Agrarsektor ist f\u00fcr 21% (FAO, 2015) der globalen Gesamtemissionen verantwortlich. Demgegen\u00fcber verursacht die Energiebranche 37%, der Verkehr 14% und die Industrie 11%. Das industrielle Lebensmittelproduktionssystem ist einer der Hauptverursacher f\u00fcr die Erderw\u00e4rmung, w\u00e4hrend zu ihren Opfern in erster Linie die b\u00e4uerliche Landwirtschaft und die handwerkliche Fischerei z\u00e4hlen. Harvey, Irma, verheerende Trockenperioden, \u00dcberschwemmungen, verfr\u00fchte Weinlesen, Ernter\u00fcckg\u00e4nge und -ausf\u00e4lle sowie der zunehmende Verlust an Boden, die Versauerung der Meere und die Erh\u00f6hung des Meeresspiegels &#8211; das sind nur einige Szenarien des Klimawandels, die drohen, in immer mehr Weltregionen zur Normalit\u00e4t zu werden und in immer k\u00fcrzeren Zeitabst\u00e4nden wiederzukehren. Die Ursachen liegen in unserem menschlichen Tun bzw. Nicht-Tun begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die Folgen des Klimawandels treffen benachteiligte Weltregionen besonders stark. &#8222;Obwohl etwa die afrikanischen L\u00e4nder zu den geringeren Treibhausgaserzeugern z\u00e4hlen, sp\u00fcren die Menschen hier die Erderw\u00e4rmung besonders deutlich. Extrem ver\u00e4nderte Wetterlagen schaden Bauern, Hirten und indigenen Gemeinschaften und gef\u00e4hrden ihre Ern\u00e4hrungssicherheit. Das zwingt Menschen zur Flucht und Migration,&#8220; erkl\u00e4rt John Kariuki, Vizepr\u00e4sident der Slow Food Stiftung f\u00fcr biologische Vielfalt w\u00e4hrend des Kongresses in China. &#8222;Durch die F\u00f6rderung der Agrar\u00f6kologie, den Schutz der biologischen Vielfalt sowie die Unterst\u00fctzung von Erzeugern vor Ort setzt Slow Food sich in Afrika und in aller Welt aktiv daf\u00fcr ein, Ma\u00dfnahmen der Kompensation und der Anpassung an den Klimawandel voranzutreiben,&#8220; so Kariuki.<\/p>\n<p>Slow Food m\u00f6chte mit der Kampagne Menu for Change zeigen, was jeder Verbraucher Tag t\u00e4glich tun kann und sollte, um ausgehend vom Essen etwas zu bewegen. Angefangen beim Transportmittel, um Lebensmittel aus der Region zu erwerben. Soweit wie m\u00f6glich sollten Verbraucher das Auto stehen lassen und stattdessen mit dem Fahrrad einkaufen, alternativ \u00f6ffentliche Verkehrsmittel nutzen. Der bereits angesto\u00dfene Abschied von der Plastikeinkaufst\u00fcte sollte weiter unterst\u00fctzt und die Lebensmittel im Stoffbeutel verstaut werden. Die Menge an Verpackungsm\u00fcll, vor allem Plastik, bei Lebensmitteln muss deutlich reduziert werden. Daf\u00fcr kann lose Ware gekauft werden. Mit der Ressource Wasser gilt es grunds\u00e4tzlich schonend umzugehen, sei es aus der Flasche oder aus dem Hahn. Und beim Lebensmittel selbst: Hier ist das knubbelige Obst und Gem\u00fcse die charmantere und manchmal sogar geschmackvollere Alternative.<\/p>\n<p>Lebensmittelverschwendung sollte g\u00e4nzlich vermieden werden. Daf\u00fcr gilt es vor dem Einkauf genau zu \u00fcberlegen, was in welchen Mengen n\u00f6tig ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum? Dies ist nur ein Richtwert, oft sind Lebensmittel noch weit dar\u00fcber hinaus gut und schmackhaft. Verbraucher m\u00fcssen anfangen in Kreisl\u00e4ufen zu denken: Wie k\u00f6nnen Ressourcen oder Produkte wieder- und weiterverwertet werden, statt zu fr\u00fch auf dem M\u00fcllberg zu landen? Auch der Kauf saisonaler Erzeugnisse aus der Region sowie aus Bioanbau ist eine Entscheidung f\u00fcr das Klima. Bio-Produkte aus der Region verursachen meist geringere Treibhausgasemissionen als vergleichbare konventionelle Produkte. Der Genuss von tierischen Produkten sollte auf wenige Male pro Woche reduziert werden und Fleisch aus bodengebundener Weidehaltung stammen. Die Vorz\u00fcge und die Vielfalt fleischloser Alternativgerichte m\u00fcssen popul\u00e4rer werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zeit der Kampagne berichtet Slow Food \u00fcber die eigenen Kommunikationskan\u00e4le wie die Mitglieder und das eigene Netzwerk eine Lebensmittelproduktion unterst\u00fctzen, welche mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen schonend umgeht und die biologische Vielfalt erh\u00e4lt. Mit bundesweiten Aktionen, Aufkl\u00e4rungs- und Bildungsarbeit sowie dem Einsatz auf politischer Ebene sensibilisiert Slow Food Verbraucher, Erzeuger und Entscheidungstr\u00e4ger daf\u00fcr national und international.<\/p>\n<p>Direkt zu <a href=\"http:\/\/www.slowfood.de\">www.slowfood.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom internationalen Slow-Food-Kongress in China ruft Slow Food sein internationales Netzwerk zum Engagement auf: &#8222;Wir m\u00fcssen das Lebensmittelsystem \u00e4ndern, um<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12939,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[3454],"tags":[5668,5665,5666,5667,3902],"class_list":["post-12938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-umweltschutz","tag-distickstoffmonoxid","tag-klimaschutz","tag-kohlendioxid","tag-methan","tag-slow-food"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/SlowFood_MenuChange.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12938"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12940,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12938\/revisions\/12940"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}