{"id":12666,"date":"2017-09-19T06:06:57","date_gmt":"2017-09-19T04:06:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=12666"},"modified":"2017-09-13T12:35:16","modified_gmt":"2017-09-13T10:35:16","slug":"slow-food-informiert-musmehl-ein-regionales-kulturgut-kulinarisch-neu-interpretiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=12666","title":{"rendered":"Slow Food informiert &#8211; Musmehl &#8211; ein regionales Kulturgut kulinarisch neu interpretiert"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Musmehl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12668\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Musmehl.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Musmehl.jpg 700w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Musmehl-300x214.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Musmehl geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Nahrungsmitteln der Schw\u00e4bischen Alb. Obwohl es ern\u00e4hrungsphysiologisch ideal zu den Anspr\u00fcchen der modernen K\u00fcche passt, ist es inzwischen nahezu in Vergessenheit geraten. Slow Food Deutschland hat das Mehl 2005 als Passagier in die &#8222;Arche des Geschmacks&#8220; aufgenommen. Damit geh\u00f6rt es zu den 62 handwerklich hergestellten Lebensmitteln, Nutztierarten und Kulturpflanzen, f\u00fcr dessen Fortbestand sich der Verein aktiv engagiert. Am 8. August 2017 stand das Musmehl im Zentrum einer Verkostung im baden-w\u00fcrttembergischen M\u00fcnsingen und wurde in Gerichten neu interpretiert.<\/p>\n<p><!--more-->Das Musmehl, schw\u00e4bisch &#8222;Muasm\u00e4hl&#8220;, ist ein grie\u00dfig gemahlenes Vollkornmehl mit nussigem Geschmack. Es wird traditionell aus den ganzen K\u00f6rnern von Weizen und Dinkel hergestellt, welche im Ofen ger\u00f6stet und anschlie\u00dfend gemahlen werden. Schon im Mittelalter wurde es insbesondere in Baden-W\u00fcrttemberg und im Allg\u00e4u als s\u00fc\u00df oder herzhaft gekochter Brei zubereitet. Der aus dem Mehl hergestellte sogenannte &#8222;Schwarze Brei&#8220; sch\u00fctzte die Landbev\u00f6lkerung \u00fcber Jahrhunderte als Hauptnahrung vor dem Verhungern. Heute denken nur noch wenige an das regionaltypische Nahrungsmittel, obwohl so viel Gutes f\u00fcr das Musmehl spricht: Es ist ein g\u00fcnstiges, aromatisches und nahrhaftes Vollkornprodukt und kann in der modernen K\u00fcche vom Fr\u00fchst\u00fcck, \u00fcber Hauptgerichte bis hin zum Nachtisch vielf\u00e4ltig eingesetzt werden. &#8222;Musmehl ist ern\u00e4hrungsphysiologisch fantastisch. Und wenn es nicht schon fr\u00fcher erfunden worden w\u00e4re, so h\u00e4tten wir heute gute Gr\u00fcnde es zu tun,&#8220; erkl\u00e4rt Prof. Roman Lenz, Landschafts\u00f6kologe und Mitglied im Slow Food Convivium Stuttgart w\u00e4hrend der Verkostung des Musmehls am 8. August in M\u00fcnsingen.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Bestehens von Slow Food Deutschland e. V. hat der Verein gemeinsam mit seinem Stuttgarter Convivium zu diesem kulinarischen Abend ins albgut Altes Lager in M\u00fcnsingen eingeladen. &#8222;Das Musmehl hat regionalen Kultstatus und variiert im Geschmack je nach Getreidezusammensetzung, D\u00f6rr- und Mahlgrad sowie Zubereitung,&#8220; schw\u00e4rmt Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland. &#8222;Die Verbraucher m\u00fcssen einfach wieder davon erfahren, es schmecken und dann bin ich sicher, werden sie es wieder nachfragen.&#8220; Bei den Veranstaltungen im Jubil\u00e4umsjahr kommen Menschen bundesweit mit Erzeugern in Kontakt, die traditionelle Produkte ihrer Region handwerklich erzeugen und weiterverarbeiten. Somit auch die rund 40 G\u00e4ste w\u00e4hrend der Musmehl-Verkostung. Sie gingen mit allen Sinnen auf Entdeckungstour und wurden dabei mit zur H\u00e4lfte aus Musmehl gebackenem krossen Vollkornbrot und Musmehl-Polenta mit Fisch und Sommergem\u00fcse belohnt. Zum Nachtisch gab es Flammerie mit heimischen Fr\u00fcchten und das klassische \u00c4lblerfr\u00fchst\u00fcck neu interpretiert: als Musmehl-Habermusbrei mit Leinsamen, Lein\u00f6l, \u00c4pfeln und Waldbeeren. Roman Lenz wurde an diesem Abend vom Koch J\u00fcrgen Autenrieth und dem Winzer Helmut Dolde unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.slowfood.de\">Direkt zu Slow Food Deutschland.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Musmehl geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Nahrungsmitteln der Schw\u00e4bischen Alb. 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