{"id":10317,"date":"2017-02-14T10:03:47","date_gmt":"2017-02-14T09:03:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=10317"},"modified":"2017-02-15T08:22:45","modified_gmt":"2017-02-15T07:22:45","slug":"nabu-bundesgeschaeftsfuehrer-leif-miller-stimmungsmache-des-bauernverbandes-laesst-boeses-ahnen-fuer-debatte-um-neuausrichtung-der-eu-agrarpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/?p=10317","title":{"rendered":"NABU-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller: Stimmungsmache des Bauernverbandes l\u00e4sst B\u00f6ses ahnen f\u00fcr Debatte um Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik"},"content":{"rendered":"<p>Der NABU macht mobil gegen den langen Arm der Agrarlobby<!--more--><\/p>\n<p>Der NABU bedauert das erzwungene Ende der viel beachteten Informationskampagne \u201eNeue Bauernregeln\u201c des Bundesumweltministeriums. Die Bauernregeln von Bundesministerin Hendricks sind auf massive Proteste, vor allem aus den Reihen des Bauernverbandes, gesto\u00dfen. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hatte einen Stopp der Kampagne gefordert, die einfache und v\u00f6llig korrekte Fakten \u00fcber Umweltprobleme in der Landwirtschaft auf humorvolle Weise thematisiert hat. Aber auch eigene Parteifreunde sind der Ministerin in den R\u00fccken gefallen. Dies gab wohl den Ausschlag, dass sie nicht l\u00e4nger der aggressiven und vollkommen unsachlichen Stimmungsmache der Agrarlobby standhalten konnte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10318\" src=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld.jpg 1333w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eEs ist nicht die Aufgabe des NABU, eine Bundesministerin zu verteidigen. Aber angesichts des Erfolgs einer v\u00f6llig faktenfrei orchestrierten Emp\u00f6rung der Agrarlobby gegen eine harmlose Aufkl\u00e4rungskampagne k\u00f6nnen wir nicht schweigen. Das l\u00e4sst B\u00f6ses ahnen f\u00fcr die anstehende Debatte um die EU-Agrarpolitik\u201c, sagte NABU-Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Leif Miller. Immerhin gehe es um j\u00e4hrlich 60 Milliarden Euro. Diese lasse sich die Lobby nicht gerne wegnehmen. Es k\u00f6nne aber nicht sein, dass sie nur laut genug schreien m\u00fcsse, um ihren Willen zu bekommen. \u201eDas best\u00e4tigt uns als NABU darin, mit unseren 620.000 Mitgliedern und F\u00f6rderern im Wahljahr mit allen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Neuausrichtung der EU-Agrarf\u00f6rderung zu k\u00e4mpfen\u201c, so Miller weiter. Viele Bauern seien bereit zu Ver\u00e4nderung, w\u00fcrden jedoch von der EU-Agrarpolitik, die der Bauernverband vehement verteidigt, gezwungen, immer mehr und immer billiger zu produzieren.<\/p>\n<p>Am Donnerstagabend hatte das Bundesumweltministerium die in Reimen formulierte Darstellung von Umweltproblemen in der Landwirtschaft von seiner Webseite genommen. Die Ministerin verk\u00fcndete in einer Videobotschaft, man wolle nun einen: \u00a0Dialogprozess starten. Aus Sicht des NABU ist dies eine klare Kapitulation vor den Lobbyisten. Nat\u00fcrlich seien Dialogprozesse sinnvoll. Aber dass die Information der \u00d6ffentlichkeit \u00fcber wissenschaftlich unstrittige Probleme der Landwirtschaft unterbunden wird, sei ein Armutszeugnis f\u00fcr diese Bundesregierung und die SPD. Sogar Teile der Gr\u00fcnen auf Landesebene seien vor der Agrarlobby eingeknickt und h\u00e4tten sich gegen die Kampagne gestellt.<\/p>\n<p>Laut NABU zeigen diese Vorg\u00e4nge um Hendricks Info-Kampagne die \u00fcbergro\u00dfe Macht der Agrarindustrie in Deutschland. Verk\u00f6rpert werde sie durch den Deutschen Bauernverband. Dieser hatte wohl schon seit L\u00e4ngerem auf eine Gelegenheit gewartet, die unliebsame Ministerin zu besch\u00e4digen oder gar zum R\u00fccktritt zu zwingen. Nun wurde eine aggressive Kampagne gestartet, bei der Fakten als \u201ePseudo-Wahrheiten\u201c dargestellt und der Ministerin f\u00e4lschlicherweise eine Diffamierung aller Bauern vorgeworfen wurde.<\/p>\n<p>Barbara Hendricks hat sich in den vergangenen Jahren bei der erfolgreichen Verteidigung der EU-Naturschutzrichtlinien europaweit einen Namen gemacht. Der Deutsche Bauernverband hatte dagegen vergeblich die Aufweichung der Standards gefordert. Die Ministerin dr\u00e4ngt auch auf die Einhaltung des EU-D\u00fcngerechts zum Schutz des Grundwassers, sowie auf eine st\u00e4rkere Regulierung der Massentierhaltung. \u201eIm Gegensatz zu anderen Teilen der Wirtschaft scheint sich die Agrarindustrie immer noch nicht damit abzufinden, dass auch sie Umweltstandards einhalten muss und Subventionen nicht vererbt werden k\u00f6nnen\u201c, fasst Miller zusammen.<\/p>\n<p>\u201eBeim Deutschen Bauernverband kann man schon l\u00e4ngst nicht mehr von einer echten Vertretung b\u00e4uerlicher Interessen sprechen, geschweige denn von einem Bewusstsein f\u00fcr Nachhaltigkeit oder gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Der Verband verteidigt ein System, das nur wenigen wirklich n\u00fctzt und fast allen erheblich schadet: den Steuerzahlern, den k\u00fcnftigen Generationen und den Bauern selbst\u201c, so Miller weiter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.NABU.de\/natur-und-landschaft\/landnutzung\/landwirtschaft\/agrarreform2021\/index.html\">Mehr Infos: NABU-Studie zur Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der NABU macht mobil gegen den langen Arm der Agrarlobby<\/p>\n","protected":false},"author":2077,"featured_media":10327,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1738],"tags":[],"class_list":["post-10317","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landwirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Nabu_Feld_Canvas.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2077"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10317"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10317\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10319,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10317\/revisions\/10319"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10327"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.tuttiisensi.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}