Küchentipps zu Roten Beten

Rote Bete färben

Glücklicherweise kommt die aromatische, etwas erdig schmeckende Rübenart in den letzten Jahren wieder zu neuen Küchenehren. Doch was tun, wenn die Hände verfärbt sind oder gar dunkelrote Spritzer die weiße Bluse zieren? Wissenswertes zum Umgang mit Roten Beten gibt es hier.Autorin: Martina Tschirner

Einkauf

Die Saison für das Herbst- und Wintergemüse beginnt zum Teil schon im August, ist aber bis zum Frühjahr im Handel. Prall und ohne Schadstellen sollten die dunkelroten Knollen sein. Exemplare mit schwarzen Flecken wurden zu kühl gelagert. Übrigens haben Rote Beten aus biologischem Anbau weniger Nitrat gespeichert.

Aufbewahrung

Rote Beten halten sich im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche. Schlagen Sie die Knollen dafür in Papier ein. Bereits gekochte Knollen sollten am nächsten Tag verbraucht werden.

Vorbereiten

Um Rote Beten zuzubereiten, werden sie im Ganzen unter fließendem Wasser gewaschen. Dabei die Schale nicht verletzen, Wurzeln und Blattansätze an der Knolle lassen. Ein Ausbluten beim Kochen wird so verhindert. Wer Rote Bete roh zubreiten möchte, schält sie zuvor, am besten mit Gummihandschuhen.

Zubereiten

Junge Knollen sind nach etwa 30 Minuten, ältere nach 50–60 Minuten gar. Danach die Roten Beten in einer Schale mit kaltem Wasser abschrecken. Sie lassen sich dann besser schälen, dabei an Gummihandschuhe denken! Die farbintensiven Knollen schmecken ebenfalls püriert in einer Gemüsesuppe, verfeinert z.B. mit saurer Sahne oder Crème fraîche. Wie Kartoffeln lassen sie sich im Ofen backen, frittieren und als Salat zubereiten. Darin schmecken sie auch roh, zum Beispiel geraspelt mit Äpfeln, Zwiebeln und Nüssen. Zu ihrem leicht erdigen Geschmack passen frische Kräuter wie Dill, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel. Ebenfalls zum Würzen eignen sich Kümmel, Nelken, Meerrettich und Exotisches wie Ingwer und Kardamon. Sauer eingelegte Rote Beten sind eine klassische Beilage zu Königsberger Klopsen und gekochtem Rindfleisch wie Ochsenbrust oder Tafelspitz. Sie gehören in Labskaus, mit dem roten Sud wird polnischer Borschtsch zubereitet.

Rote Farbe

Die hohe Konzentration des sekundären Pflanzenstoffs Betanin ist verantwortlich für den stark färbenden Saft in Roten Beten. Tipps, damit umzugehen: Das Schneidebrett zuvor in kaltes Wasser tauchen, damit der Saft nicht einziehen kann. Gewürfeltes Gemüse in etwas Öl wenden, wenn das Gericht, etwa ein Salat, nicht total rosa aussehen soll. Sind trotzdem einmal Flecken auf  Hände oder Stoff gekommen, lassen sie sich mit heißem Wasser und Seife schnell wieder auswaschen. Hitzebeständig ist der Naturfarbstoff nämlich nicht!

Auf Rezepte mit Roten Beten können Sie sich in der nächsten Woche freuen.[subscribe2]