Vom Bruder der Zwiebel

Porree

Zur Familie der „Allioideae“, der Lauch- und Zwiebelgewäche gehört der Porree. Natürlich gibt es das Gemüse das ganze Jahr über – und trotzdem unterscheiden wir zwischen Sommer-, Herbst- und Winterporree.  Autorin: Martina Tschirner

Porree oder Lauch kann gut und gern als Gemüseveteran bezeichnet werden. Schon zu Zeiten der Ägypter, Griechen und Römer waren die langen Stangen bekannt. In drei Teile lässt sich die Porreestange teilen: in die eher unscheinbare Zwiebel, die saftigen, weißen Scheinstängel mit den eng nebeneinander liegenden Blattscheiden und die blaugrünen, langen Blätter oder Blattspreiten. Je nach Jahreszeit unterscheidet sich der weiße und grüne Anteil. Porree, der im Sommer geerntet wird, hat hellgrüne Blätter, einen längeren weißen Schaft und ist insgesamt zarter. Dafür sind bei Herbst- und Winterporree das Weiße dicker und kürzer, die Blätter dunkler. Er ist immer Bestandteil eines Suppengrüns.

Auf den Geschmack und die Qualität von Porree hat die Erntezeit jedoch keinen Einfluss. Wie die Zwiebel ist Porree sehr gesund. Ähnlich im Geschmack werden auch ihm antibiotische Wirkungen zugeschrieben. Er enthält das Provitamin A, Niacin  sowie die Vitamine B und C, an Mineralstoffen Kalium, Calcium und Eisen.

Für die Verwendung im Ganzen eignet sich der zartere Sommerporree. Die dicken späteren Sorten – ihre Saison beginnt jetzt – sollten klein geschnitten werden. Von beiden Seiten zuvor die Wurzeln abschneiden und welke Blätter entfernen. Dann die Porreestangen längs einritzen oder halbieren und gründlich waschen, sie sind oft sehr sandig. In Ringe geschnittener Porree ist in wenig gesalzenem Wasser und einer Prise Zucker gedünstet nach 8 Minuten gar, halbierte Stangen spätestens nach 10 Minuten.

Roh, zum Beispiel in einem Salat, schmeckt Porree nur im Sommer, er verträgt dann auch gut eine gehaltvolle Salatsauce auf Mayonnaise-Basis. Herbst- und Winterporree sollte immer gegart werden. Aus dem Gemüse lassen sich Beilagen, klare und cremige Suppen sowie Eintöpfe zubereiten. Aus dem Ofen ist Porree schmackhaft in Aufläufen oder gebacken in einer Gemüsetorte.

Tipps zum Einkauf: Unbeschädigte Stangen und knackige Blattspitzen sind die Frischemerkmale von Porree oder Lauch. Beim Putzen mit etwa 40 Prozent Abfall rechnen, deshalb nicht zu wenig kaufen! Im Gemüsefach des Kühlschranks oder im kühlen Keller aufbewahrt hält sich Porree bis zu 5 Tagen. Nicht so lang, wenn er neben Blumenkohl lagert.

Auf Rezepte mit Porree können Sie sich in der nächsten Woche freuen.[subscribe2]