Samtig, saftig, sensationell – Aprikosen

Zuckeraprikosen, Foto: Martina Tschirner

Jetzt ist die beste Zeit für Aprikosen! Lesen Sie, woher die hellgelb bis kräftig orangefarbenen Sommerfrüchte kommen und wie Sie in der Küche am besten mit dem Steinobst umgehen.

Autorin: Martina Tschirner

Ursprünglich stammt die Aprikose aus China. Heute kommen die aromatischsten Früchte aus der Türkei, die auch getrocknet eine Delikatesse sind. Gerade entdeckt habe ich Zuckeraprikosen von dort, klein und süß und gut!  Berühmt sind auch Aprikosen aus Ungarn, allerdings eher in Form des hochprozentigen Obstwässerchens Barack Palinka. Österreich-Urlauber schwören auf Marillenbrand oder –likör. Weil die Bäume es warm lieben, gedeihen sie in Deutschland nur in wärmeren Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet oder der Bergstraße. Je nach Sorte  sind Aprikosen säuerlicher oder süßer im Geschmack. Und gesund sind sie: Besonders viel  Provitamin A und Kalium ist in reifen Früchten enthalten.

Tipps für den Einkauf: Reife, aromatische Früchte sind an ihrem angenehmen Duft und einer samtigen, straffen Haut zu erkennen – nicht an der Farbe, denn sie sagt über die Qualität nichts aus. Außerdem gibt es verschiedene Sorten. Da Aprikosen nicht nachreifen, sollten Sie nur reife Früchte kaufen. Sie geben auf leichten Druck etwas nach.

Am besten schmecken Aprikosen ganz frisch vom Baum geerntet, bzw. am Tag des Einkaufs, wenn sie noch eine straffe Haut haben und duften. Leider verlieren sie schnell ihr Aroma und werden leicht schrumplig. Wenn es nicht anders geht, die Früchte in einer Papiertüte im Gemüsefach des Kühlschranks höchstens einen Tag aufbewahren. Dann aber mit dem Essen warten, bis sie wieder Zimmertemperatur haben.

Wer Aprikosen einfrieren will, sollte die Früchte kurz in kochendem Wasser blanchieren, damit sie sich nicht verfärben. Dann eine Zuckerlösung herstellen: Für 1 kg Aprikosen 275 g Zucker mit 500 ml Wasser und Zitronensaft aufkochen. Die Früchte halbieren, entsteinen, in Gefrierbehälter geben und mit der erkalteten Zuckerlösung übergießen.

Apropos entsteinen: Die Früchte haben eine Naht, die vom Stiel zum Stempelansatz verläuft. Daran die Aprikosen einschneiden und den Stein ganz leicht herauslösen. Und wer die samtigen gelben Früchtchen von ihrer Haut befreien möchte, gibt sie entweder kurz in sprudelnd kochendes Wasser, schreckt sie darauf in einem Gefäß mit kaltem Wasser ab, lässt sie in einem Sieb gut abtropfen und zieht die Haut erst ab, wenn die Aprikosen abgekühlt sind. Oder die Früchte mit kochendem Wasser übergießen, einen Moment ziehen lassen, kalt abschrecken und ebenso häuten.

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