Rot, saftig, beerig gut!

Erdbeeren im Mai
Erdbeeren im Mai

Wissenswertes über Erdbeeren und der Umgang mit ihnen in der Küche.

Autorin: Martina Tschirner

Wenn uns jetzt leuchtende Erdbeeren in kleinen, weißen Pappkörbchen am Obststand anlachen, dann heißt es zugreifen. Denn die Saison der süßen Früchte aus heimischer Ernte ist kurz und im August schon fast wieder vorbei. Mitte Mai eröffnen Erdbeeren aus dem Freiland den sommerlichen Beerenreigen.

Wer keine Möglichkeit hat, im eigenen Garten Erdbeeren zu ernten oder sie auf dem Feld zu pflücken, dem bleibt der Gang zum Obsthändler. Worauf Sie beim Einkauf achten sollten? Dass die Beeren aromatisch duften und trocken sind. Ein Blick unter den Boden des Körbchens hilft schnell zu erkennen, ob die unteren Früchte bereits matschig sind. Hände unbedingt weg von schimmligen Beeren, auch wenn es nur ein oder zwei sind. Denn die anderen Beeren haben sich in der Zwischenzeit ganz sicher schon angesteckt.

Lieblingsobst der Deutschen

Auch wenn wir in Deutschland pro Jahr mehr Geld für Äpfel als für Erdbeeren ausgeben, sind diese nur unsere zweitliebsten Früchte. Auf Platz 1 stehen ganz klar die Erdbeeren. Welche Sorte jedoch beim Einkauf im Wagen landet, wissen die Verbraucher meist nicht. Zwar gibt es heutzutage mehr als 1000 Sorten, Bezeichnungen dafür sind in Deutschland jedoch für den Handel weder vorgeschrieben noch üblich. Hobbygärtner wissen da oft besser Bescheid, schon beim Kauf von Erdbeerstauden stehen verschiedene Sorten zur Auswahl. Besonders beliebt ist „Mieze Schindler“ mit ihrem köstlichen Duft und einem intensiven Aroma. Andere Sorten, nicht ganz so aromatisch aber dafür besser haltbar, sind „Elsanta“ und „Senga Sengana“.

Übrigens gibt es die Erdbeere, wie wir sie heute kennen, erst seit dem 18. Jahrhundert. Sie entstand in Frankreich aus einer zufälligen Kreuzung der kleinen, nordamerikanischen „fragaria virginia“ und der Chile-Erdbeere, einer Sorte mit großen Früchten. Wilde Walderdbeeren standen in jedem Fall nicht Pate. Interessant auch, dass es sich botanisch gesehen bei der Erdbeere um eine Scheinfrucht handelt, denn sie ist „nur“ der verdickte Blütenboden der Pflanze, auf dem sich die gelben Samenkernchen befinden.

Tipps zu Erdbeeren

Waschen: Früchte nur kurz in reichlich kaltem Wasser behutsam bewegen oder mit einer Handbrause sanft abspülen. Vorsichtig mit den Händen aus dem Wasser nehmen und zum Abtropfen in ein Sieb geben. Eventuell mit Küchenpapier trocken tupfen.

Vorbereiten: Angeschimmelte Früchte in jedem Fall wegwerfen. Erst nach dem Waschen von jeder Erdbeere mit einer leichten Drehung den Stiel und die Kelchblätter entfernen.

Süßen: Damit sie nicht soviel Saft verlieren, die roten Früchtchen besser erst kurz vor dem Servieren zuckern.

Würzen: Vanille harmoniert gut mit dem Erdbeeraroma. Kräuter, die dazu passen, sind Zitronenmelisse, Minze, Estragon und Lavendel.

Aufbewahren: Nur ungewaschene Erdbeeren in einwandfreiem Zustand nebeneinander auf einem Teller ausbreiten und mit Klarsichtfolie abgedeckt für höchstens zwei Tage in den Kühlschrank stellen.

Einfrieren: Die gereinigten und wieder trockenen Früchte einzeln auf ein Tablett legen für einige Stunden einfrieren. Danach in einen gut schließenden Behälter oder eine Tüte geben. 

Nachreifen: Leider Fehlanzeige, denn Erdbeeren reifen nicht nach! Früchte mit grünlich-weißen Spitzen sind unreif gepflückt worden und gewinnen auch daheim nicht an Aroma dazu.

Allergie: Manche Menschen bekommen einen Bläschenausschlag oder Nesselsucht beim Essen von Erdbeeren – eine allergische Reaktion, die zum Glück aber oft auch schnell wieder verschwindet.

Heilende Wirkung: Erdbeeren enthalten Salizylsäure, die Beschwerden von Gicht und Rheuma lindert. Sie wird außerdem zur Herstellung von Aspirin verwendet.

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